


Sophie Rois widmet sich im Deutschen Theater Marlen Haushofers Die Wand. Der Roman beschreibt das Leben einer Frau, die plötzlich von der Gesellschaft abgeschnitten ist. Es ist eine Studie über Einsamkeit und das Überleben in einer fremden Umgebung. Die Inszenierung verzichtet auf große Gesten. Rois führt durch den Text, der die psychische Belastung der Isolation in den Mittelpunkt stellt. Die Atmosphäre im Saal bleibt beklemmend und fordert Konzentration. Wer sich für Literatur und die Abgründe menschlicher Wahrnehmung interessiert, findet hier eine präzise Umsetzung. Es geht um die Frage, was bleibt, wenn die Zivilisation verschwindet.
„Ich kann mir erlauben, die Wahrheit zu schreiben; alle, denen zuliebe ich mein Leben lang gelogen habe, sind tot.” Die Katastrophe kommt, weil wir sie träumen. Und wir träumen sie, weil wir sie fürchten und uns nach ihr sehnen. Wenn die Katastrophe eintritt, hören die peinigenden Phantasien auf. „Dass man weder empfinden noch denken darf, sondern handeln muss, ist die beste Therapie, wenn der Mensch an den Produkten des eigenen Vorstellungsvermögens irre wird.” – Wolfgang Pohrt\n\nMarlen Haushofer wurde 1920 im oberösterreichischen Frauenstein geboren. Sie zählt heute zu den wichtigsten deutschsprachigen Autor*innen des 20. Jahrhunderts und wurde mit zahlreichen Literaturpreisen geehrt. Ihre Bücher sind in mehrere Sprachen übersetzt und für Film und Theater adaptiert. 1970 starb sie in Wien.\n\nDie Wand ist ein überwältigend beeindruckender Bericht über die vollkommene Isolation einer Frau jenseits der Gesellschaft. Der Roman wurde in mehrere Sprachen übersetzt, für Film und Theater adaptiert, und gilt als Marlen Haushofers wichtigstes Werk.
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