


Lot Vekemans rückt die Figur der Ismene in den Mittelpunkt. Während Antigone den Widerstand wählt, bleibt die Schwester in einer Welt zurück, die ihr keine eigene Geschichte zugesteht. Stephan Kimmig inszeniert diesen Monolog in der Kammer des Deutschen Theaters. Es ist ein nachdenklicher Blick auf das Schicksal derjenigen, die nicht als Helden in die Geschichtsbücher eingehen. Die Inszenierung verzichtet auf großes Pathos. Sie konzentriert sich auf die eindringliche Frage, wie ein Leben gelingen kann, wenn die großen Gesten bereits vergeben sind.
Von Lot Vekemans. REGIE Stephan Kimmig. Aufführung in der Kammer des Deutschen Theaters.
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