


Wie blickt ein indigener Künstler auf die Kolonialgeschichte? Der Workshop im Humboldt Forum analysiert die Bilderserie Die Geschichte der Weißen von Feliciano Lana. Die Methode See-Think-Wonder dient als Werkzeug, um die Perspektive des Künstlers auf das Aufeinandertreffen von Indigenen und Weißen in Brasilien zu verstehen. Das Werk von Lana fungiert hierbei als Ausgangspunkt für eine dekoloniale Auseinandersetzung mit historischer Erzählung. Die Teilnehmenden setzen sich kritisch mit der Frage auseinander, welche Stimmen in gängigen Geschichtsbildern fehlen. Im Anschluss folgt eine praktische Phase. Mit Collagetechniken gestalten die Teilnehmenden eigene Zeitstrahlen. Dabei werden Ereignisse der jüngeren Vergangenheit beleuchtet, die in der öffentlichen Berichterstattung bisher kaum Beachtung fanden.
Wie vermittelt ein Indigener Künstler Kolonialgeschichte in Bildern? In diesem Workshop nähern sich die Teilnehmenden vermittels der Methode „see-think-wonder“ der Bilderserie „Die Geschichte der Weißen“ des Künstlers Feliciano Lana (1937-2019). Aus Indigener Perspektive erzählt, thematisiert die Serie das Aufeinandertreffen von Weißen und Indigenen im Kontext der Kolonialgeschichte Brasiliens. Ein Betrachtungsfokus liegt auf Lanas Werk als Medium dekolonialer Geschichtsschreibung. Im zweiten Teil widmen sich die Teilnehmenden ihrer eigenen Lebenszeit. Welche Ereignisse prägten die letzten Jahre? Wessen Perspektiven blieben in der Medienberichterstattung oder in Geschichtsbüchern „ungehört“? In Gruppenarbeit gestalten die Schüler*innen mittels Collagetechniken einen illustrierten Zeitstrahl, der diese Perspektiven sichtbar macht.
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