


Karten sind selten neutrale Abbilder der Realität. Im Humboldt Forum wird untersucht, wie Benennungsprozesse und geografische Einordnungen zur Kontrolle von Gebieten und Menschen genutzt wurden. Die Ausstellung beleuchtet den historischen Kontext von Namen wie dem Bismarck-Archipel oder dem Mount Wilhelm. Es geht darum, wie koloniale Strukturen in unsere heutige Sicht auf die Welt hineinwirken. Besucher setzen sich mit der Dekolonisierung von Räumen auseinander. Dabei entstehen alternative Entwürfe, die bestehende Ordnungen in Frage stellen und neue Perspektiven auf globale Geografie ermöglichen.
Warum heißt der höchste Berg in Papua-Neuguinea Mount Wilhelm und warum gibt es dort ein Bismarck-Archipel? Die Schülerinnen setzten sich im Ethnologischen Museum und im Museum für Asiatische Kunst mit Karten, Benennungsprozessen und geografischen Ordnungen auseinander. Sie erfahren, dass Karten nicht nur der Orientierung, sondern stets auch der Erfassung und Kontrolle von Gebieten und Menschen dienten. Die Schülerinnen gestalten alternative Karten, und diskutieren, wie Orte, Räume und Plätze in der Gegenwart dekolonisiert werden können.
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