


Was wir als ästhetisch empfinden, ist selten Zufall. Evke Rulffes beleuchtet in ihrem Sachbuch Eingeschnürt, wie Machtverhältnisse und Schönheitsideale körperliche Eingriffe legitimierten. Das Buch führt die Arbeit der Ausstellung unBinding Bodies fort. Im Zentrum steht der Vergleich zwischen der Praxis des Füßebindens und der europäischen Korsettkultur, moderiert von Felix Sattler. Der Abend fragt, wie tief diese historischen Normen in unserem heutigen Bewusstsein sitzen. Es geht um die Verbindung von Kulturgeschichte und dem Blick auf den eigenen Körper.
Wer bestimmt, was schön ist? \n\nAm 20. Oktober um 18 Uhr stellt Evke Rulffes ihr neues Buch Eingeschnürt. Wie der weibliche Körper in Form gebracht wurde im TA T vor. \n\nDas Buch basiert auf den Recherchen für die Ausstellung unBinding Bodies, die sie 2022/23 gemeinsam mit Jasmin Mersmann und Felix Sattler kuratierte und die im MARKK in Hamburg und im TA T in Berlin zu sehen war. \n\nAusgangspunkt der Ausstellung unBinding Bodies war der westliche Blick auf die Han-chinesische Praxis des Füßebindens und der Umgang westlicher (deutscher) Anatomen mit den abgetrennten Füßen um 1900; das Kuratorenteam setze dem den chinesischen Blick auf das Korsett entgegen, erzählte von gesellschaftlichen Machtverhältnissen und Emanzipationsbewegungen in beiden Kulturen und zog eine Verbindung zu heutigen Schönheitsnormen. Evke Rulffes hat diese Thematiken in ihrem kulturhistorischen Sachbuch weiter vertieft und stellt mit dem Blick in die Vergangenheit die Frage, wie tief Schönheitsnormen bis heute in unserem kollektiven Gedächtnis verankert sind. \n\nModeration: Felix Sattler \n\nIn Zusammenarbeit mit dem Verlag HarperCollins
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Eher nichts für dich, wenn: du eine leichte Unterhaltung ohne historischen Kontext suchst
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