


Bist du bereit, dich deiner eigenen Identität auf eine völlig neue Weise zu stellen? Tauche ein in ein faszinierendes Experiment, bei dem modernste Technik auf menschliche Vergänglichkeit trifft. Erlebe hautnah, wie deine eigene Stimme geklont wird und ein Eigenleben auf der Bühne entwickelt. Diese intime Erfahrung fordert dein Selbstverständnis heraus und zeigt dir, dass Ersetzbarkeit nicht nur eine Bedrohung, sondern eine befreiende Chance sein kann. Sei dabei, wenn Grenzen verschwimmen und entdecke völlig neue Perspektiven auf dich selbst und dein Gegenüber. Ein unvergessliches Erlebnis wartet auf dich!
Die Angst, ersetzbar zu sein, treibt den modernen Menschen seit jeher um. Mit der Möglichkeit der eigenen Ersetzbarkeit konfrontiert zu werden, erschüttert unser Selbstverständnis als Individuum fundamental. Die gegenwärtigen Entwicklungen von KI und Automatisierung erneuern diese tiefsitzende Angst in einer nie dagewesenen Qualität. Ihre unabsehbaren Folgen werden zur existenziellen Bedrohung.\n\nDas Theater lehrt uns seit Jahrtausenden: Jede:r ist ersetzbar. Jede:r kann jede Rolle spielen. Jede Rolle kann neu besetzt werden. Das »Theater der Ersetzbarkeit« aktualisiert dieses uralte Prinzip mit den zeitgenössischen Techniken der Nachahmung: Mithilfe von KI wird die Stimme jedes Zuschauers und jeder Zuschauerin geklont. Ein Sprachsynthese-Programm lernt in wenigen Minuten den Klang der Stimmen nahezu perfekt zu imitieren. In der Aufführung begegnen die Zuschauer:innen ihren eigenen automatisierten Stimmen und beobachten deren Handlungen und Dialoge.\n\nDas »Theater der Ersetzbarkeit« ermöglicht es den Zuschauer:innen, sich mit ihrer eigenen Ersetzbarkeit zu konfrontieren. Es lässt sie nie dagewesene Perspektiven zu sich selbst und zu anderen einnehmen. Die eigene Ersetzbarkeit zu erfahren, wird zur Befreiung aus den Grenzen des eigenen Ichs. Sich ersetzbar zu machen, wird zur Voraussetzung für neue Formen der Beziehungen zwischen uns Menschen. Das »Theater der Ersetzbarkeit« wird zum Lehrstück für das 21. Jahrhundert.\n\nKonzept, Text und Regie: Felix Falczyk und Johanna Herschel\nSound und Technik: Leon Goltermann\nJede Aufführung dauert 90 Minuten und bietet Platz für fünf Teilnehmende.
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