


New York kurz nach Kriegsende. Ein Saxophonist und eine Sängerin finden zueinander, doch der berufliche Erfolg belastet ihre Beziehung. Robert De Niro und Liza Minnelli spielen zwei Menschen, die zwischen gemeinsamen Ambitionen und persönlichem Egoismus zerrieben werden. Scorsese verzichtet auf Realismus und setzt stattdessen auf die Künstlichkeit klassischer Studio-Produktionen. Gemalte Kulissen und opulente Lichtsetzung lassen die Ära der Big-Band-Musik wiederaufleben. Der Film wechselt zwischen mitreißenden Showeinlagen und einer melancholischen Bestandsaufnahme. Ein Blick auf die Fallhöhe zwischen öffentlichem Glanz und privatem Scheitern.
Martin Scorsese. USA 1977. 137 Min. OV. Mit Robert De Niro, Liza Minelli, Lionel Stander, Mary Kay Place. New York, in der Nacht vom 14. auf den 15. August 1945. Die Stadt, das ganze Land ist im Freudentaumel, der Zweite Weltkrieg ist beendet. Auf den Straßen fallen sich die Menschen in die Arme, und in einer eleganten Music Hall steigt eine gigantische Party; unter den Gästen der Heimkehrer Jimmy Doyle, der sich an die gerade noch allein an einem Tisch sitzende Truppenbetreuerin Francine heranmacht. Sie kann sich seiner hartnäckigen Avancen nicht erwehren, und die beiden werden schnell ein Paar. Und zumindest beruflich passen sie gut zusammen: Denn Jimmy ist begnadeter Saxophonist, Francine eine großartige Sängerin. Aus dem Stand werden sie gemeinsam engagiert; bald aber zeigt Jimmy seine allzu egoistische Seite: Er drängt sich mit seinen Soli in den Vordergrund und erträgt nicht, dass das Publikum vor allem Francine liebt. Lange hält das Paar die Spannungen nicht aus, und als Francine schwanger wird, scheint das Ende der Beziehung gekommen… New York, New York ist Martin Scorseses Liebeserklärung an die 1940er Jahre. New York, New York schwelgt in kinematografischer Künstlichkeit und feiert die glanzvolle Leichtigkeit der Big-Band-Unterhaltungsmusik. Wie im klassischen Hollywoodfilm der Studio-Ära bewältigt Scorsese opulente Massenszenen und grandiose Showeinlagen, zaubert mit Licht und gemalten Kulissen und lotet im Bemühen seiner Figuren, ihren eigenen Lebensweg zu finden, zwischen urkomischen und tieftraurigen Momenten eine gewaltige Fallhöhe aus.
Das erwartet dich
Eher nichts für dich, wenn: du ein modernes, dokumentarisches Filmdrama erwartest
In der dayt-App hast du dieses Event auf der Karte, in deiner Merkliste und mit Deals in der Nähe.
Dein Event? Übernimm es kostenlos · Fehler melden · Event vorschlagen
Enthält KI-generierte Texte