


Jeewi Lee sammelt Spuren. Sie sucht an Stränden, in Wäldern und Häusern nach dem Verborgenen. Für ihre aktuelle Arbeit in der Berlinischen Galerie fokussiert sie sich auf das einzelne Sandkorn. Das Verfahren ist aufwendig. Ein winziges Korn wird zur Vorlage für eine Skulptur in der Größe eines Findlings. Lee macht damit sichtbar, was im Alltag als unendlich verfügbar gilt. Die Arbeiten sind materialfokussiert und kontemplativ. Es geht um die Herkunft von Gestein und die Zusammensetzung unserer Umgebung. Die Ausstellung würdigt den Gasag-Kunstpreis 2026.
Jeewi Lee findet Spuren: in Häusern, verbrannten Wäldern, an Stränden. Derzeit arbeitet die Berliner Künstlerin mit Sandkörnern, die Spuren ihres Ursprungsgesteins und des mineralischen Gehalts ihrer Umgebung (sowie möglicherweise Mikroplastik) enthalten. In einem aufwändigen Verfahren fertigt sie nach der Gestalt eines einzelnen Korns eine melonen- oder findlingsgroße Skulptur. Und lenkt so die Aufmerksamkeit auf ein Naturprodukt, dass wir zu wenig schätzen, weil wir noch immer denken, dass es Sandkörner wie Sand am Meer gebe. Für ihr Werk hat Jeewi Lee den Gasag-Kunstpreis 2026 erhalten.
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Die Ausstellung "Residual Memories" von Jeewi Lee beschäftigt sich mit Spuren, Erinnerungen und der Materialität des Vergessens. Es geht darum, was bleibt und wie sich das Vergehen manifestiert.
Die Ausstellung ist eher kontemplativ und kulturell. Sie lädt dazu ein, über die Themen nachzudenken und sich auf eine kreative Auseinandersetzung einzulassen.
Die Ausstellung ist für Einzelbesucher, Paare und Gruppen geeignet. Sie richtet sich an ein gemischtes erwachsenes Publikum, das sich für Kunst und tiefere Themen interessiert.