


Fabian treibt durch ein Berlin, das zwischen Exzess und wirtschaftlichem Abgrund balanciert. Die Inszenierung an der Vagantenbühne folgt der Romanvorlage und zeichnet das Bild einer Gesellschaft im Umbruch. Die Stimmung bleibt dabei konsequent melancholisch. Während das Nachtleben flimmert, schwingt die Perspektivlosigkeit der Zeit permanent mit. Das Stück arbeitet die Zeitgeschichte auf, ohne den Blick auf den Einzelnen zu verlieren. Ein aufwühlender Abend in geschlossenen Räumen.
Fabian lässt sich durch das exzessive Berliner Nachtleben treiben, denn trotz Weltwirtschaftskrise bietet die Stadt immer noch genügend Amüsement in Tanzlokalen, Bars und Bordellen, um sich von Arbeits- und Perspektivlosigkeit abzulenken. Berlin gibt sich zügellos und frei, auch wenn sich die politische Lage zusehends verschärft. Eine Inszenierung nach dem Roman von Erich Kästner.
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