


Der Spiegel ist der zentrale Gegenstand auf der Bühne. Alina Gause blickt hinein und sucht nach dem Kern der Dietrich. Es geht weniger um die Biografie, als um die Kraft der Persönlichkeit. Paul Kaiser inszeniert das Stück als Monodrama. Musik und Theater fließen ineinander, um das Bild der Ikone zu hinterfragen. Die Frage nach der Frau hinter dem Hollywood-Image steht dabei im Mittelpunkt. Das Theater im Palais bietet den Rahmen für diese Auseinandersetzung. Die Inszenierung überträgt die Haltung der Dietrich in die Gegenwart. Ein Abend über Überzeugungen und den Mut, für diese einzustehen.
Das Stück von Paul Kaiser zeichnet das Phänomen Dietrich nach und zeigt die Beziehung zwischen Ikone und Mensch. Der Spiegel, essentieller Gegenstand im Leben von Marlene Dietrich, ist präsent. Doch wen zeigt er, wenn Darstellerin Alina Gause hineinblickt? Die Diva, die Hollywood- und Stilikone der 30er Jahre oder vielmehr eine starke Frau von heute, eine Frau mit klaren Überzeugungen und der Bereitschaft, diese zu verteidigen? Die Dietrich – Frau und Künstlerin – ist Triebkraft für unser Stück, Ausgangspunkt und roter Faden. Sie ist anwesend auf der Bühne: in ihrem Wesenskern, unabhängig von ihrer Zeit. Mehr mit ihrer Kraft als ihrer Lebensgeschichte. So nähern wir uns einer faszinierenden Persönlichkeit, deren Haltung gerade im Hier und Jetzt wegweisend sein kann.
Das erwartet dich
Eher nichts für dich, wenn: du eine klassische Dokumentation über das Leben der Dietrich erwartest
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