umbenennen?!
Tauche ein in die bewegte Vergangenheit Berlins und entdecke, wie Straßennamen unsere Geschichte prägen. Diese Ausstellung beleuchtet kritisch, wie politische Ideologien den öffentlichen Raum instrumentalisierten – von der dunklen Zeit der NS-Gewalt bis hin zu den Debatten der Nachkriegsjahre. Erfahre, welche Geschichten hinter den Schildern an unseren Ecken stecken und warum Erinnerungskultur heute wichtiger denn je ist. Lass dich von dieser spannenden Spurensuche inspirieren und hinterfrage gemeinsam mit uns, wie wir heute mit unserem historischen Erbe im Alltag umgehen.
Im Berliner Südosten beschäftigen sich die Museen Treptow-Köpenick unter anderem mit einem überregional bedeutsamen Thema, das sich auch in Straßennamen wiederfindet: Im Rahmen der „Köpenicker Blutwoche“, einer großangelegten Haft- und Folterwelle der SA im Juni 1933, benannten die Nationalsozialisten drei Straßen nach getöteten SA-Männern. Ihr Tod wurde propagandistisch genutzt, um die öffentliche Gewalt gegen politisch Andersdenkende sowie Jüdinnen und Juden zu legitimieren. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden diese Straßen umbenannt und den Opfern der „Köpenicker Blutwoche“ gewidmet. Die Ausstellung im Museum Köpenick wird auch auf die umstrittene Straßenbenennung nach Siegfried Berger, einem Köpenicker Streikführer des Volksaufstands vom 17. Juni 1953, sowie den Umgang mit Straßennamen mit antisemitischen Bezügen im Bezirk eingehen.
- Wann
- Mo., 19. Okt. · 10:00 – Mo., 19. Okt., 18:00
- Wo
- Museum Treptow
Museum Treptow, Sterndamm 102, 12487, Berlin
Location ansehen → - Eintritt
- Kostenlos
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