


Das Theater der Ersetzbarkeit nutzt KI, um Stimmen der Anwesenden in Echtzeit zu klonen. Die Technik übernimmt den Part des Individuums und führt Dialoge, die eigentlich von dir stammen könnten. Das Konzept von Felix Falczyk und Johanna Herschel hinterfragt das Selbstverständnis. Du begegnest deiner eigenen automatisierten Kopie in einem geschlossenen Raum. Die Aufführung dauert 90 Minuten. Da nur fünf Personen teilnehmen, bleibt der Rahmen intim und auf die eigene Wahrnehmung konzentriert.
Die Angst, ersetzbar zu sein, treibt den modernen Menschen seit jeher um. Mit der Möglichkeit der eigenen Ersetzbarkeit konfrontiert zu werden, erschüttert unser Selbstverständnis als Individuum fundamental. Die gegenwärtigen Entwicklungen von KI und Automatisierung erneuern diese tiefsitzende Angst in einer nie dagewesenen Qualität. Ihre unabsehbaren Folgen werden zur existenziellen Bedrohung. Das Theater lehrt uns seit Jahrtausenden: Jede:r ist ersetzbar. Jede:r kann jede Rolle spielen. Jede Rolle kann neu besetzt werden. Das »Theater der Ersetzbarkeit« aktualisiert dieses uralte Prinzip mit den zeitgenössischen Techniken der Nachahmung: Mithilfe von KI wird die Stimme jedes Zuschauers und jeder Zuschauerin geklont. Ein Sprachsynthese-Programm lernt in wenigen Minuten den Klang der Stimmen nahezu perfekt zu imitieren. In der Aufführung begegnen die Zuschauer:innen ihren eigenen automatisierten Stimmen und beobachten deren Handlungen und Dialoge.
Das erwartet dich
Eher nichts für dich, wenn: du dich mit technischer Selbstreflexion unwohl fühlst
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Enthält KI-generierte Texte





