


Berlin, 1932. Der jüdische Chefarzt Professor Mamlock vertraut auf Vernunft und bürgerliche Werte, während sich das politische Klima radikalisiert. Die Inszenierung des Theater aToc verfolgt den schleichenden Prozess von Ausgrenzung und gesellschaftlicher Entfremdung. Das Stück beleuchtet die Machtübernahme der Nationalsozialisten und die persönlichen Konsequenzen für Mamlock und sein Umfeld. Es geht um die Frage, wie sich Individuen in einer Zeit des zunehmenden Drucks und der Gewalt verhalten. Die Aufführung im JugendKulturZentrum PUMPE ist ein aufwühlender Blick auf die Geschichte. Sie fordert dazu auf, die eigene Haltung zu hinterfragen.
Ein Theaterstück über Anpassung, Verantwortung, Wegschauen und den Mut zum Widerstand Berlin, 1932–1933. Professor Mamlock ist Chefarzt einer chirurgischen Klinik und überzeugter Vertreter bürgerlicher Werte – und jüdischer Abstammung. Langsam aber deutlich bestimmen politische Auseinandersetzungen, Ausgrenzung und schließlich Gewalt seinen Alltag in der Klinik und in seinem Zuhause. Doch Mamlock hält an der Überzeugung fest, dass sich Wissenschaft, Vernunft und Anstand durchsetzen. Mamlock, seine Familie und seine Kolleginnen und Kollegen erleben die Machtübernahme der Nazis. Polarisierung entfernt sie voneinander, Vertrauen weicht der zwischenmenschlichen Entfremdung, Opportunismus tritt an die Stelle von Solidarität. Während wenige zum Widerstand aufrufen und andere sich beugen, versucht Mamlock, sich mit den neuen Verhältnissen zu arrangieren. Bis ihn die Realität einholt ... Mehr als neunzig Jahre nach seiner Entstehung 1933 hat das Drama von Friedrich Wolf nichts von seiner Dringlichkeit verloren. In einer Zeit, in der antisemitische, rassistische und nationalistische Stimmen wieder lauter werden, erinnert Professor Mamlock daran, wohin Ausgrenzung und Menschenverachtung führen können, wenn sie Gleichgültigkeit und Verängstigung begegnen. Das Stück erzählt von politischer Blindheit und persönlicher Verantwortung, von Angst und Selbsttäuschung – aber auch von der Möglichkeit, die eigene Haltung, das eigene Handeln und den eigenen Mut zu überprüfen und Verantwortung zu übernehmen. Das Stück thematisiert die Machtübernahme der Nationalsozialisten im Jahr 1933. Daher agieren auf der Bühne auch Figuren, die sich der rassistischen und menschenverachtenden Sprache der Faschisten bedienen. aToc stellt sich geschlossen gegen Faschismus und Fremdenfeindlichkeit. Das Thema Suizid kommt vor. Eine Inszenierung von Theater aToc e. V. Mitglied im Verband Berliner Amateurbühnen e. V.
Das erwartet dich
Eher nichts für dich, wenn: du keine Konfrontation mit Themen wie Suizid oder rassistischer Sprache suchst
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