


Kurt Tucholsky wollte mit seiner Schreibmaschine gegen den Strom schwimmen. Die szenische Lesung im Theater im Palais porträtiert den Journalisten als Gesellschaftskritiker und Idealisten. Die Revue verknüpft seine Texte mit der Musik der Weimarer Republik. Das Ergebnis ist ein atmosphärischer Blick auf einen Autor, der die politischen Abgründe seiner Zeit frühzeitig erkannte. Der Abend beleuchtet sowohl den scharfsinnigen Beobachter als auch den Berliner, der sich in den Vergnügungen seiner Ära verlor. Ein geistreicher Rückblick auf einen Mann, dessen Analysen eine bemerkenswerte Beständigkeit besitzen.
Ein szenisch-musikalisches Porträt. Erleben Sie den journalistisch-literarischen Feldzug des „kleinen dicken Berliners, der mit seiner Schreibmaschine eine Katastrophe aufhalten wollte“ (Erich Kästner)! Kurt Tucholsky, ein Gesellschaftskritiker und Frauenheld, Satiriker und Idealist, konnte mit Worten umgehen wie kein zweiter. Zudem hatte er ein unfehlbares Gespür für gesellschaftliche Entwicklungen. Mit fast hellseherischem Scharfsinn sah er Deutschland in die Katastrophe schlittern und warnte bereits Jahre vor Hitlers Machtübernahme vor den heraufziehenden Gefahren. Mit seinen Texten und Musik seiner Epoche zeichnen wir das Bild eines Berliners, der sich mit der gleichen Leidenschaft in politische Debatten wie die Vergnügungssucht der Weimarer Republik stürzte und dessen Schriften auch 100 Jahre nach ihrer Erscheinung nichts von ihrer Aktualität eingebüßt haben.
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