


Jorge Bodanzky und Orlando Senna zeigen 1975 die Kehrseite der Erschließung Amazoniens. Der Film verwebt die Geschichte der jungen Iracema mit der Vertreibung der Urbevölkerung durch gigantische Bauprojekte. Die Betonhalle bietet den Rahmen für diese Auseinandersetzung mit brasilianischer Zeitgeschichte. Der Film gilt als ein wesentlicher Beitrag des Cinema Novo. Nach der Vorführung sprechen Jorge Bodanzky, Bettina Ellerkamp und Merle Kröger über das Werk. Das Gespräch findet auf Deutsch statt.
Die industrielle Erschließung Amazoniens durch in- und ausländische Konzerne, die Zerstörung des Urwaldes, der Bau eines gigantischen Straßensystems quer durch den Kontinent, die Vertreibung und Versklavung der Urbevölkerung durch rücksichtslose industrielle Expansion bilden den Hintergrund der Geschichte der fünfzehnjährigen Iracema. Sie ist die Titelfigur des dokumentarischen Spielfilms von Jorge Bodanzky, der damit einen Meilenstein des brasilianischen Cinema Novo erschafft.\n\nGast: Jorge Bodanzky, Moderation: Bettina Ellerkamp & Merle Kröger\nFilmvorführung mit Gespräch in deutscher Sprache
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