


Kadir verlässt kurz nach dem Mauerfall die Psychiatrie. Die Freiheit der Wendezeit bietet ihm keinen Halt, sondern führt in eine Sackgasse aus Enttäuschung und Perspektivlosigkeit. In einer verzweifelten Aktion entführt er seinen Sohn und flieht Richtung Algerien. Der Film begleitet ihn auf dieser ziellosen Reise durch ein Land, das seine eigene Identität verloren hat. Uli M. Schueppel inszeniert das Geschehen in einer bildgewaltigen Form. Nach der Vorführung findet ein Gespräch mit dem Regisseur und Masha Matzke statt.
Uli M Schueppel, Deutschland 1992, 89 Min., Deutsch mit englischen Untertitel\n\nAnschließend Gespräch mit Uli M. Schueppel und Masha Matzke statt\n\nAlle Bemühungen von Kadir, sich im Deutschland der Wendezeit ein Leben aufzubauen, werden vereitelt oder enden in Enttäuschung. Kurz nach dem Mauerfall am 9. November 1989 wird er in der DDR aus einem Zwangsaufenthalt in der Psychiatrie entlassen. In seiner Verzweiflung erscheint ihm eine riskante Entscheidung als einziger Ausweg: Er entführt seinen Sohn und flieht mit ihm in Richtung Algerien. Kadir reist mehr entwurzelt denn zielgerichtet durch ein im Umbruch verlorenes Deutschland, eingefangen in fesselnder Bildpoesie.
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