


Pia kehrt nach ihrem Aufenthalt in der Psychiatrie in das Elternhaus zurück. Die Umgebung bietet keinen Halt, sondern ein Geflecht aus Erwartungen und gut gemeinter Überforderung. Der Film verzichtet auf einfache Diagnosen. Stattdessen zeigt er den schleichenden Verlust der Realität und hinterfragt, wer eigentlich definiert, was als normal gilt. Die Inszenierung nutzt Elemente von Graphic Novels und setzt auf Brüche und Absurdität. Es ist ein intimer Blick auf psychische Gesundheit als gesellschaftliches Thema.
Nach ihrer Entlassung aus der Psychiatrie zieht Pia zurück ins Elternhaus – doch statt Halt findet sie dort einen Kosmos aus Hilflosigkeit, Alltagsritualen und stillen Zumutungen. Während ihr Vater sie zur Arbeit drängt, die Therapeutin auf „mehr Teilhabe“ pocht und ihre Mutter sich in Fürsorge verliert, entgleitet Pia zunehmend der Wirklichkeit. Visuell inspiriert von Graphic Novels und erzählerisch offen für Brüche, Absurdität und innere Zustände begleitet der Film seine Protagonistin durch eine Welt, in der psychische Gesundheit weniger Privatsache als politisches Terrain ist. Ohne Diagnosen zu reproduzieren, stellt er tiefgreifende Fragen an unsere Vorstellungen von Normalität, Anpassung und Identität – und zeigt, wie notwendig eine neue Sprache für das Unnormale geworden ist.
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