


Die Ausstellung gegenarchive: wer bleibt wo betrachtet die postsozialistische Stadt als lebendiges Archiv. Sie macht materielle und alltägliche Brüche sichtbar, die bestimmen, wer in der Stadt seinen Platz findet. Der Fokus liegt auf den Hinterlassenschaften staatlicher Eigentumsstrukturen, dem Vertragsarbeiterabkommen zwischen der DDR und Vietnam sowie den Folgen neoliberaler Transformationen. Drei Generationen von Künstlern arbeiten mit ästhetischen und archivarischen Methoden, um Lücken in der offiziellen Stadtgeschichte zu füllen. Die Auseinandersetzung findet sowohl in den Innenräumen der ACUD Galerie als auch im Außenbereich statt. Es ist eine nachdenkliche Bestandsaufnahme über Verlust, Widerstand und das Beharren auf eigenem Raum.
gegenarchive: wer bleibt wo addresses the post-socialist city as a living archive, one that materially registers countless structural and everyday acts, affecting what – and who – belongs where. The exhibition moves between the traces, gaps, and silences in East Berlin and beyond left by the legacies of state socialist property structures, the GDR-Vietnam ‘contract worker’ Treaty, and decades of capitalist-neoliberal transformation and rupture. Three generations of exhibiting artists draw on aesthetic and (counter)-archival practices at work within and beyond the dominant urban archive – practices that may involve gathering, mapping, documenting, mourning loss, intervening, disseminating, or simply claiming space and holding it.
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