


Flora Gomes dokumentiert in Mortu nega den Befreiungskampf in Guinea-Bissau. Der Film von 1988 setzt sich mit den Folgen des Krieges und dem schwierigen Übergang in die Unabhängigkeit auseinander. Das Cinema Transtopia zeigt das Werk im Rahmen der Reihe Film Restored. Es bleibt eine Arbeit, die sich Zeit für die politische und soziale Analyse nimmt. Wer sich für die Geschichte des afrikanischen Kinos interessiert, findet hier eine präzise Auseinandersetzung. Der Film verzichtet auf einfache Antworten und bleibt in seiner Erzählweise reflektiert.
Introduced by Flora Gomes\n\n»›Mortu Nega‹ ist«, so der Regisseur Flora Gomes, »die Geschichte einer Frau, die beschließt, sich dem Kampf anzuschließen, weil sie selbst frei sein möchte – und nichts auf dieser Welt ist damit vergleichbar, frei sein zu wollen.« Sein sensationelles Spielfilmdebüt gilt schon lange als Beginn des Kinos in Guinea-Bissau und Gomes ist seitdem einer der wichtigsten Persönlichkeiten dieses Kinos geworden. Dieses ungewöhnliche und einflussreiche Epos beleuchtet das Ende des dortigen Guerillakriegs – und dessen komplizierte Nachwirkungen. Der Kampf führte nach einem halben Jahrhundert grausamer portugiesischer Kolonialherrschaft zu Guinea-Bissaus Unabhängigkeit.
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