


Im Jahr 1617 begann in Bernau eine Welle der Verfolgung, die zahlreiche Frauen das Leben kostete. Dorothea Meermann leistete dem Machtapparat über zwei Jahre trotz Folter Widerstand. Ihre Weigerung, ein falsches Geständnis abzulegen, steht im Zentrum dieser Inszenierung. Alina Gause und Carl Martin Spengler führen durch die historische Aufarbeitung. Die szenisch-musikalische Produktion zeigt Mechanismen, in denen Narrative schwerer wiegen als Fakten. Matthias Behrsing begleitet das Stück am Klavier und Keyboard. Die Inszenierung hinterfragt Machtstrukturen und deren Parallelen zur Gegenwart. Es ist eine Auseinandersetzung mit einem dunklen Kapitel der Geschichte, das auf wahren Schicksalen basiert.
Von Feindbildern, Justizversagen und einem Verbrechen gegen die Menschheit\n\nPassend zu unserem Jahresmotto „Die Kraft der Frauen“ widmen wir uns in unserer neuen szenisch-musikalischen Hausproduktion einem dunklen Kapitel der Geschichte: der Hexenverfolgung.\n\nIn Bernau bei Berlin setzt ab 1617 eine Verfolgungswelle ein, in deren Verlauf viele Unschuldige, in erster Linie Frauen, als Hexen angeklagt werden. Eine dieser Frauen ist die 70-jährige Bernauerin Dorothea Meermann. Bereits in dritter Generation wird sie wegen Zauberei verhaftet und über zwei Jahre wiederholt gefoltert. Dennoch bietet sie dem Machtapparat der frühen Neuzeit die Stirn und bleibt bis zu ihrem Tod bei ihrer Aussage, keine Zauberin zu sein.\n\nNach intensiven historischen Recherchen und anhand von wahren Schicksalen machen wir eine Epoche erlebbar, die nur auf den ersten Blick nichts mit unserer modernen Zeit zu tun hat. Alina Gause und Carl Martin Spengler tauchen mal spielend mal erzählend in eine Geschichte ein, in der Narrative mehr wiegen als Fakten und die Mächtigen immer recht haben.
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Das Stück thematisiert die Hexenverfolgung in Bernau ab 1617, speziell am Beispiel der 70-jährigen Dorothea Meermann, die der Zauberei angeklagt und gefoltert wurde.
Es geht um Feindbilder, Justizversagen und Verbrechen gegen die Menschheit. Das Stück beleuchtet den Kampf einer Frau gegen den Machtapparat der frühen Neuzeit.
Das Stück ist für ein gemischtes erwachsenes Publikum konzipiert und behandelt ernste historische Themen.