


Wie veränderten Stein und Hardenberg das Gesicht der Region? Der Vortrag beleuchtet die preußische Agrarreform des 19. Jahrhunderts und ihre Folgen für die Dörfer rund um Berlin. Die Auflösung alter Besitzverhältnisse und die Neuordnung der Feldfluren schufen die Basis für moderne Landwirtschaft. Dr. Matthias Helle analysiert diesen Prozess anhand konkreter Beispiele aus dem Berliner Umland. Im Foyer der Berliner Stadtbibliothek stehen dabei die Separationskarten im Mittelpunkt. Sie dienen als historische Quelle, um den Wandel der einst bäuerlich geprägten Strukturen nachzuvollziehen.
Ein Vortrag von Dr. phil. Matthias Helle (Berlin).\n\nIm frühen 19. Jahrhundert, als die Dörfer der heutigen Agglomeration Berlin noch ein klar landwirtschaftliches Gepräge hatten, wurde unter Stein und Hardenberg die preußische Agrarreform auf den Weg gebracht. Sie bewirkte eine durchgreifende Veränderung der alten und überholten Agrarverfassung, deren Wurzeln noch in das Mittelalter und die frühe Neuzeit zurückreichten.\n\nEin wichtiger Bestandteil der Agrarreform waren die Separationen, worunter man die Auflösung gemeinschaftlicher Besitzungen sowie die völlige Neueinteilung der Feldfluren begriff. Hierdurch wurden moderne und rationellere Bewirtschaftungsmethoden ermöglicht. Diese Vorgänge sollen sowohl in Grundzügen dargelegt als auch exemplarisch anhand mehrerer Berlinnaher Dörfer beleuchtet werden. Den sogenannten Separationskarten als wichtiger Quellengattung für die Ortsgeschichte wird sich der Vortrag im Besonderen widmen.
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