


Das Berghain öffnet die Türen für eine Lichtinstallation. A Shroud Woven of Solar Threads nutzt die architektonische Schwere des Gebäudes als Kontrast zu flüchtigen Lichtstrukturen. Die Arbeit bewegt sich zwischen Kunst und Design. Es geht um die Wirkung von Licht im Innenraum und die bewusste Wahrnehmung der Umgebung. Die Stimmung bleibt kontemplativ. Wer sich auf die Installation einlässt, findet einen Ort der Ruhe abseits des üblichen Betriebs.
Die Ausstellung „A Shroud Woven of Solar Threads“ der Künstler:innen Ala Roushan und Charles Stankievech zeichnet die Vorgeschichte des solaren Geoengineerings anhand eines antiken iranischen Sonnenkults nach.\n\nAusgehend von der Dokumentation des ältesten bekannten mithräischen Höhlentempels der Welt imaginiert die Ausstellung ein nicht dokumentiertes Ritual für die Sonnengottheit Mithras vor mehr als 4.000 Jahren. Dabei wird dieses nicht als historische Erzählung verstanden, die mit Gewissheit rekonstruiert werden kann, sondern als fragmentarisches Feld von Spuren – erschlossen durch eine spekulative Konstellation aus antiken Klängen, verlorener Sprache, freigelegten Bildwelten, kontroverser Forschung und einer aufgewühlten Atmosphäre.
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