


Ein Soldat am Rande der Gesellschaft verliert den Halt. Wozzeck kämpft gegen Armut und eigene psychotische Schübe, bis die Situation eskaliert. Das Stück zeigt den Weg in den Wahn und die Tat an seiner Gefährtin Marie. Andrea Breth inszeniert das Werk als präzise Versuchsanordnung. Die Bühne wird zum Ort, an dem die Mechanik des Bösen sichtbar wird. Es ist eine Arbeit, die den Blick auf die Abgründe menschlichen Handelns richtet. Die Staatsoper Unter den Linden bleibt der Ort für dieses Stück. Die Inszenierung ist beklemmend und faszinierend zugleich. Ein Abend für eine Auseinandersetzung mit den Schattenseiten der menschlichen Psyche.
Das ausweglose Drama eines geschundenen Menschen am unteren Ende der Gesellschaft: Der unermüdlich schuftende, aber trotzdem mittellose Soldat Wozzeck verliert immer mehr die Kontrolle über sein Leben und seinen Verstand. Ihn erfassen immer heftigere psychotische Schübe, bis er im Wahn auf seine Gefährtin Marie einsticht und sie tötet. Seit seiner Uraufführung 1925 an der Staatsoper Unter den Linden gilt „Wozzeck“ als Meilenstein der Moderne. Andrea Breths packende Inszenierung, eine messerscharfe Versuchsanordnung der Mechanik des Bösen, ist nun erstmals wieder Unter den Linden zu erleben.
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