


Acht Millimeter Filmrollen zeigen, was sonst im Verborgenen blieb. Der Vortrag mit Filmvorführung widmet sich privaten Aufnahmen aus der DDR. Zu sehen sind Familienfeiern und Urlaube. Diese Bilder zeigen das Leben abseits der staatlichen Inszenierung und bieten eine andere Perspektive auf die Zeitgeschichte. Die Veranstaltung findet im Konferenzraum des DDR Museums statt. Der Fokus liegt auf der Reflexion vergangener Alltagssituationen.
Private Filmaufnahmen eröffnen einen seltenen Blick auf den Alltag in der DDR – auf Familienfeste, Urlaube und Rituale jenseits offizieller Bilderwelten. Der Historiker Sebastian Thalheim beschäftigt sich seit vielen Jahren wissenschaftlich mit Familien- und Privatfilmen und untersuchte für seine Dissertation mehr als 27 Stunden Normal-8- und Super-8-Material aus den 1950er- bis 1980er-Jahren. \n\nAnhand ausgewählter Filmausschnitte zeigt der Vortrag, wie Familien ihr Leben filmisch festhielten und welche Bedeutung diese Aufnahmen heute für Erinnerungskultur und Alltagsgeschichte besitzen. Zugleich ordnet Thalheim die populäre Praxis des privaten Filmens in ihre technischen, kulturellen und gesellschaftlichen Bedingungen in der DDR ein.\n\nVortrag und Gespräch:\nDr. Sebastian Thalheim, Historiker und Lehrer, Berlin\nModeration: Dr. Liza Soutschek, Wissenschaftliche Mitarbeiterin DDR Museum\nIn Kooperation mit OPEN MEMORY BOX.
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