


Straßennamen sind keine Zufallsprodukte. Sie spiegeln politische Systeme und gesellschaftliche Werte wider. Das Bezirksmuseum Marzahn-Hellersdorf untersucht, warum Straßenschilder in Berlin über Jahrzehnte hinweg immer wieder ausgetauscht wurden. Die Ausstellung beleuchtet die Geschichte von 1920 bis heute. Dabei stehen die Eingemeindung der Dörfer, die Zeit des Nationalsozialismus und die Ära der DDR im Mittelpunkt. Auch der massive Wohnungsbau der siebziger und achtziger Jahre hinterließ Spuren in der Namensgebung. Der Rundgang findet sowohl in den Innenräumen als auch im Außenbereich statt. Er ordnet aktuelle Debatten um Umbenennungen in einen historischen Kontext ein. Wer durch den Bezirk läuft, sieht die Straßen danach mit anderen Augen.
Sonderausstellung „Umbenennen?! Marzahn-Hellersdorf: Geschichte auf offener Straße“ im Museum Marzahn-Hellersdorf. Geöffnet von 10:00 bis 18:00 Uhr. Eine Auseinandersetzung mit Straßennamen und Geschichte.
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