

Ein italienischer Badeort, eine Familie auf Urlaub und ein Zauberer namens Cipolla. Thomas Manns Novelle untersucht, wie schnell ein Publikum die Kontrolle über den eigenen Willen verliert. Das Theater im Palais bringt den Text auf die Bühne. Die Inszenierung setzt auf die beklemmende Atmosphäre der Vorlage und arbeitet mit suggestiven Momenten. Musikalisch begleitet wird die Lesung vom sardischen Gitarristen Martino Dessi. Er rahmt die Erzählung mit traditionellen Klängen ein.
Ein tragisches Reiseerlebnis\n\nThomas Manns berühmte Novelle aus dem Jahr 1930 wurde gleich nach ihrer Erscheinung als politische Parabel zum aufkommenden Faschismus in Europa gelesen. Denn die Geschichte wirft Fragen nach der Manipulierbarkeit des Individuums innerhalb einer Gruppe auf und führt vor Augen, wie verführbar Menschen sind.\n\nIn der Novelle nimmt der Zauberer Cipolla die Rolle des autoritären Verführers ein, der sein Publikum im fiktiven italienischen Badeort Torre di Venere durch gekonnte Hypnose dazu bringt, ein völlig irrationales Verhalten an den Tag zu legen. Erzählt wird die Geschichte aus der Perspektive eines deutschen Touristen, der seinen Urlaub zusammen mit seiner Familie im besagten Badeort verbringt.\n\nUnsere Lesung wird durch traditionelle italienische Musik eingerahmt, gespielt vom sardischen Gitarristen Martino Dessi.
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Die Novelle handelt von einem Zauberer, der sein Publikum durch Hypnose manipuliert. Sie wird als politische Parabel auf den Faschismus gelesen und thematisiert die Verführbarkeit des Menschen.
Der sardische Gitarrist Martino Dessi untermalt die Lesung mit traditioneller italienischer Musik und schafft so eine besondere Atmosphäre.
Ja, am 11.02.2026 um 18:30 Uhr findet eine Stückeinführung statt. Details zur Lesung selbst gibt es dann vor Ort.