


Zehn Morde zwischen 2000 und 2007 erschütterten das Land. Die Ermittlungsbehörden suchten die Täter jahrelang im Umfeld der Opfer, statt die rechtsextreme Szene in den Blick zu nehmen. Der Film zeichnet den Weg der Terrorgruppe NSU nach und thematisiert das Leid der Hinterbliebenen. Die Stigmatisierung der Familien durch Behörden wiegt dabei schwer. Der Prozess gegen Beate Zschäpe und ihre Unterstützer endete mit Urteilen, die viele Fragen offen ließen. Die Dokumentation hinterfragt das Vertrauen in den Rechtsstaat.
Zwischen September 2000 und April 2007 wurden acht Männer mit türkischen Wurzeln, ein griechischstämmiger Mann sowie eine deutsche Polizistin ermordet. Die Ermittlungen wurden zunächst ausschließlich im Umfeld der nicht-deutschen Opfer mit Verdacht auf Drogenhandel und organisierte Kriminalität geführt. Die Familien der Ermordeten wurden so ein weiteres Mal zu Opfern, diesmal von vorurteilsvoller Stigmatisierung. Nach einem gescheiterten Bankraub führte die Spur schließlich zu der rechtsextremen Terrorgruppe „Nationalsozialistischer Untergrund“ (NSU). Nach dem Suizid der beiden Haupttäter begann 2013 der Prozess gegen die einzige Überlebende des NSU-Trios, Beate Zschäpe, sowie vier mutmaßliche Helfer und Unterstützer und endete 2018. Die zu milden Strafen für die Mitangeklagten und die zahlreichen ungeklärten Fragen ließen die Angehörigen der Opfer enttäuscht und desillusioniert zurück. Ihr Glaube an den Rechtsstaat ist grundlegend erschüttert.
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