


Der Filmrauschpalast zeigt Soundtrack to A Coup D'etat. Die Dokumentation beleuchtet die komplexen Verflechtungen zwischen den afrikanischen Unabhängigkeitsbewegungen der 1960er Jahre und den Interessen westlicher Mächte. Jazzmusiker wie Louis Armstrong oder Nina Simone wurden damals als kulturelle Botschafter eingesetzt. Parallel dazu formierten sich Gegenbewegungen durch Künstler wie Malcolm X, die sich mit den neuen Staaten solidarisierten. Es ist ein nüchterner Blick auf die Instrumentalisierung von Kultur in der Weltpolitik. Die Aufnahmen ordnen die Ereignisse historisch ein und hinterfragen die Motive hinter den diplomatischen Fassaden.
In den 1960er Jahren erkämpfen viele afrikanische Staaten ihre Unabhängigkeit von den europäischen Kolonialmächten. Während die Sowjetunion und andere sozialistische Länder, die Dekolonialisierung unterstützen, sehen die USA und ihre westlichen Verbündeten diese skeptisch. Ihr Interesse gilt vor allem den Bodenschätzen, über die sie die Kontrolle behalten möchten. Die USA versuchen sich unkonventionell und schicken Jazzgrößen wie Louis Armstrong und Nina Simone als Werbeträger*innen in afrikanische Staaten, um den Westen positiv darzustellen, während sich zeitgleich Figuren wie Malcolm X und andere Jazzkünstler mit der Unabhängigkeitsbewegung solidarisieren.
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