


Satoko Ichihara interpretiert eine japanische Legende neu. Auf der Bühne der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz trifft traditionelles Puppenspiel auf elektronische Musik. Das Stück bewegt sich abseits konventioneller Erzählweisen. Die Inszenierung ist als Teil des Focus Japan angelegt und setzt auf eine hypnotische Stimmung. Die Verbindung von Avantgarde und Puppentheater fordert Aufmerksamkeit. Wer sich auf eine fremde Ästhetik einlassen will, findet hier einen präzisen Rahmen.
Mit dem Stück Yoroboshi (2023) bringt Satoko Ichihara im Frühjahr 2027 erstmals eine Inszenierung ihrer japanischen Company Q an die Volksbühne. In der japanischen Legende Shuntokumaru wird ein blinder Junge, der „Yoroboshi“ („der Schwächling“) genannt wird, von seinem Vater zurückgelassen. Die Geschichte erzählt von der gewalttätigen Beziehung zwischen Kind, Vater und Stiefmutter. In Anlehnung an die Struktur des japanischen Puppentheaters Bunraku haucht Ichihara dieser Legende neues Leben ein: Die Puppen werden vor den Augen des Publikums geführt, während die Schauspielerin Sachiko Hara die Rolle der Erzählerin übernimmt und die Musikerin Kakushin Nishihara Noise und elektronische Musik mit traditionellen Biwa-Klängen verwebt.
Das erwartet dich
Eher nichts für dich, wenn: du eine klassische Erzählweise bevorzugst
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