


Die westdeutsche Provinz der achtziger Jahre. Cornelia ist die Mutter, deren Körpergewicht zum zentralen Konflikt einer ganzen Familie wird. Ihr Ehemann Werner macht ihr Übergewicht für sein eigenes Scheitern verantwortlich. Tochter Ela gerät in die Mitte und muss sich zwischen den Fronten positionieren. Die Literaturverfilmung zeigt, wie Lügen und Projektionen die Bindung zwischen Eltern und Kindern zersetzen. Ein nachdenkl icher Blick auf die Abgründe hinter bürgerlichen Fassaden.
LÜGEN ÜBER MEINE MUTTER erzählt von der ersten großen Liebe unseres Lebens: der Liebe zwischen Mutter und Kind. Angesiedelt in der westdeutschen Provinz der 1980er Jahre, in einer Familie, in der ein Thema alles beherrscht: das Körpergewicht der Mutter Cornelia (Rosalie Thomass). Ist diese schöne, eigenwillige, unberechenbare Frau zu dick? Muss sie dringend abnehmen? Ja, das muss sie. Entscheidet ihr Ehemann Werner (Golo Euler), der immer stärker beherrscht wird von der fixen Idee, das Übergewicht seiner Frau wäre verantwortlich für alles, was ihm versagt bleibt: die Beförderung, der soziale Aufstieg, die Anerkennung in der Dorfgemeinschaft. Cornelia ist dem ausgesetzt, Tag für Tag, während Tochter Ela (Elise Lindner) zwischen den Stühlen steht und zunehmend vom Vater infiltriert wird über die in seinen Augen unzumutbar dicke Mutter. Doch was ist die Wahrheit und wer belügt hier eigentlich wen?
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