


Eisbärin Paula eröffnet den Versuch, die Erde zu retten. Die Tiere fordern Gehör, während der Konflikt mit der menschlichen Vernunft wächst. Regisseurin Andrea Pinkowski setzt die Vorlage als animalische Inszenierung um. Bewegung und Klang stehen dabei im Fokus der Erzählung. Kontrabass, Percussion, Gitarren, Flöten und Saxophon bilden das musikalische Gerüst. Die Produktion hinterfragt das Zusammenleben und die Stimme der Erde.
„Dies ist der erste und letzte Versuch der Tiere aller Kontinente die Erde zu retten. Wir fordern ein sofortiges Handeln!“ Mit diesen unmissverständlichen Worten eröffnet Eisbärin Paula die Konferenz der Tiere. Die Lage um den Planeten ist dramatisch. Die Tiere sind bedroht von Wasserknappheit und Kriegen, während sich die Menschen immer wieder aufs Neue versammeln, um auf ergebnislosen Konferenzen das Schicksal der Welt zu verhandeln. Sie scheinen die Vernunft für sich gepachtet zu haben und weigern sich, die Tiere und ihre Forderungen auch nur anzuhören. Mit jeder Begegnung spitzt sich der Konflikt zwischen Menschen und Tieren zu, mit jeder Begegnung verändern sich Ton und Sprache. Was machen wir mit unserem Planeten? Wer ist dieses „WIR“ und wem gehört die Erde?\n\nRegisseurin Andrea Pinkowski begegnet mit dieser Inszenierung der berühmten Kästnergeschichte ganz frei, gewissermaßen animalisch. Das Zusammenspiel von Geschichte, Bewegung und Klang ist geformt durch einen performativen Ansatz. Das animalische Wesen übersetzt sich in Kontrabass, Percussion, Gitarren, Flöten und Saxophon. Dabei bleibt die Geschichte immer im Vordergrund: Was müssen Tiere tun, damit Menschen sie verstehen? Welcher Ton und welche Tat treffen ihre Herzen? Wie klingt die Stimme der Erde? Schon bei Kästner werden die Kinder zu den Mittler*innen zwischen der intuitiven Tierwelt und der rationalen Erwachsenenwelt. Die Geschichte von der Konferenz der Tiere fordert dazu auf, gemeinsam Ideen für ein friedliches Zusammenleben und eine universelle Sprache zu finden. Mit dieser Produktion wird die berühmte Parabel zu einem musikalisch-animalischen Aufruf gegen die Trägheit des Herzens.
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