


Hildegard Knef war mehr als die üblichen Etiketten. Das Theater im Palais widmet ihr einen Abend, der ihre verschiedenen Rollen als Schauspielerin, Chansonsängerin und Autorin zusammenführt. Das Programm setzt auf ihre Lieder und Texte. Es geht um eine Frau, die Extreme suchte und sich selten den Erwartungen ihrer Zeit beugte. Der Abend bleibt nah an der Person hinter den Schlagzeilen. Er zeigt eine Biografie, die sich nicht in eine einfache Form pressen lässt.
Portrait einer modernen Frau. Hildegard Knef: „das unverbrauchte Trümmermädchen“, „Gesicht der Stunde Null“, „die zweite Dietrich“. Der Berlinerin mit Schnauze, Herz und Verstand wurden viele Titel verliehen, auch manche Superlative: „die erste große Nachkriegsschauspielerin“, „erste Deutsche am Broadway“ oder „Deutschlands letzte Diva“. Über Hildegard Knef, die 2002 mit 76 Jahren in Berlin starb, wurde in der Tat viel gesprochen, geschrieben, spekuliert und gespottet. Doch wer war die Frau wirklich, die gleich drei brillante Karrieren – als Schauspielerin, Chansonsängerin und Autorin – vorzuweisen hat? Mit Texten und ihren unvergessenen Liedern zeichnen wir ein Bild von Hildegard Knef, die kein Mittelmaß kannte, ein Leben voller Extreme führte und in ihrer Unangepasstheit, ihrem Denken und Handeln ihrer Zeit stets voraus war.
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