


Der Fährhafen Mukran galt in der DDR als Prestigeprojekt. Hinter der Fassade der Freundschaft verbarg sich eine strategische Verbindung zwischen der DDR und der Sowjetunion, die Polen bewusst umging. Wolfgang Klietz analysiert die Hintergründe dieser geheimen Route. Er nutzt dabei bisher unveröffentlichtes Fotomaterial, um die Logistik der Eisenbahnfähren im 48-Stunden-Takt einzuordnen. Die Veranstaltung findet im Konferenzraum des DDR Museums statt. Sie entstand in Zusammenarbeit mit dem Museum Berlin-Karlshorst.
In der DDR-Propaganda war blumig von einer »Brücke der Freundschaft zum Lande Lenins« die Rede, als am 2. Oktober 1986 das größte Verkehrsprojekt der DDR eingeweiht wurde. Ost-Berlin und Moskau hatten unter strengster Geheimhaltung eine der wichtigsten strategischen Verbindungen des Kalten Krieges geschaffen. Die leistungsfähigsten Eisenbahnfähren der Welt verbanden die DDR im 48-Stunden-Takt unter Umgehung Polens direkt mit der Sowjetunion. \n\nWolfgang Klietz hat die Geschichte dieser Verbindung zwischen Mukran und Klaipėda (Memel) recherchiert und wird sie an diesem Abend mit vielen neuen Fotos zu einem umfassenden Bild zusammenfügen. Eine Kooperation mit dem Museum Berlin-Karlshorst.
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