

Wilhelm Voigt besorgte sich eine Uniform und nahm das Köpenicker Rathaus ein. Der arbeitslose Schuster verhaftete den Bürgermeister und beschlagnahmte die Stadtkasse. Das Ereignis machte ihn und den Ort weltweit bekannt. Die Dauerausstellung im Rathaushof Köpenick ordnet diese Geschichte ein. Sie zeigt den sozialen Kontext des Vorfalls und beleuchtet die Hintergründe der sogenannten Köpenickiade. Zusätzlich dokumentiert die Schau, wie Literatur und Film den Vorfall über Jahrzehnte verarbeiteten. Es geht um die Grenze zwischen historischer Realität und der Legendenbildung um den falschen Hauptmann.
Kurz nach seiner Einweihung wird das Köpenicker Rathaus beinahe über Nacht weltberühmt. Der Grund: der 57-jährige arbeitslose Schuster Wilhelm Voigt verhaftete in einer auf dem Flohmarkt erworbenen Hauptmannsuniform den Bürgermeister und nahm die Stadtkasse in Besitz. Die Dauerausstellung erzählt die Geschichte von Wilhelm Voigt erstmals in ihrem sozialen Kontext und beleuchtet auch die filmische und literarische Aufarbeitung der „Köpenickiade“.
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