


Güllen steht vor dem finanziellen Ruin. Die Rückkehr der wohlhabenden Claire Zachanassian scheint die Rettung, doch ihr Angebot ist an eine Bedingung geknüpft. Sie fordert den Kopf von Alfred Ill. Als Wiedergutmachung für ein altes Unrecht verlangt sie eine Milliarde, was die Bewohner vor eine moralische Zerreißprobe stellt. Regisseurin Lily Kuhlmann inszeniert das Stück als düstere Horrorstory. Die Vagantenbühne Berlin zeigt, wie schnell gesellschaftliche Werte vor der Gier zerbröckeln.
Die Stadt Güllen steht kurz vor dem Ruin. Die Arbeitslosigkeit ist hoch, die Wirtschaft liegt brach. Doch am Horizont taucht ein Strahl der Hoffnung auf. Claire Zachanassian, gebürtige Klara Wäscher, kehrt in ihren Heimatort zurück, mitsamt der Milliarden, die sie durch einträgliche Heiraten und die anschließenden Scheidungen mittlerweile gemacht hat. Ganz Güllen hofft auf eine großzügige Spende, um sich endlich wieder finanziell zu sanieren. Und Claire ist bereit zu spenden, denn sie ist auf Rache aus. Sie verspricht eine Milliarde für den Kopf von Motelbesitzer Alfred Ill, der sie als junges Mädchen geschwängert hat und mit dem Kind sitzen ließ. Um die Vaterschaft zu leugnen, schmierte Ill sogar zwei Zeugen und einen Richter. Die Güllener lehnen das unlautere Angebot strikt ab. Wie lange hält die Moral der Stadtgesellschaft? Und ist Gerechtigkeit am Ende käuflich? Friedrich Dürrenmatt vereint in seinem Klassiker Der Besuch der alten Dame brandaktuelle Themen und konfrontiert uns mit der Frage, ob in dieser Welt alles käuflich ist, auch die Moral. Regisseurin Lily Kuhlmann verwandelt die Geschichte in eine packende Horrorstory, aus der es für Alfred Ill kein Entkommen gibt.
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Eher nichts für dich, wenn: du eine leichte Komödie erwartest
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