

Viktor Remizov widmet sich in seinem Roman Permafrost den Bedingungen in den sowjetischen Straflagern der dreißiger und vierziger Jahre. Im Zentrum steht der Bau der sogenannten Großen Stalin-Bahn unter extremen klimatischen Ver hältnissen. Das Museum Berlin-Karlshorst bietet den Rahmen für diese Auseinandersetzung mit der Zeitgeschichte. Die Lesung beleuchtet die Mechanismen von Terror und Willkür in einer isolierten Umgebung. Der Abend ist als sachliche Annäherung an ein dunkles Kapitel der Geschichte konzipiert. Wer sich für die literarische Aufarbeitung stalinistischer Repression interessiert, findet hier einen passenden Ort.
Viktor Remizov zeichnet mit literarischen Mitteln ein Bild von der Welt der Straflager im stalinistischen Terror in der Sowjetunion der 1930/40er Jahre. Im Mittelpunkt seines Romans Permafrost steht der bau der „Großen Stalinbahn“ am nördlichen Polarkreis.
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