


Arnold Zweigs Roman Das Beil von Wandsbek erschien 1943 zuerst auf Hebräisch. Florian Kappeler widmet sich in dieser Lecture der Geschichte des Werks und seiner Rezeption. Die DEFA-Verfilmung von 1951 verschwand kurz nach dem Start aus den Kinos. Die staatliche Antifaschismusdoktrin der DDR vertrug sich nicht mit Zweigs Blick auf die Jahre 1936 und 1937. Der Roman basiert auf dem Fall eines Schlachters, der vier Antifaschisten hinrichtete. Kappeler beleuchtet die Hintergründe dieses scharfsichtigen Panoramas des Nationalsozialismus.
Arnold Zweig (1887–1968), in den 1950er Jahren als einer der größten Romanciers deutscher Jungen angesehen, wird heute erst langsam wiederentdeckt. 1951 wurde die DEFA-Verfilmung seines Romans »Das Beil von Wandsbek« unter Gesichtspunkten der staatlichen Antifaschismusdoktrin als inakzeptabel bewertet und nach wenigen Wochen aus dem Verleih gezogen. Dabei ist die Vorlage des 1943 zuerst auf Hebräisch in Haifa publizierten Romans deutlich provokanter. Ausgehend vom realen Fall eines Schlachters, der in Vertretung des Hamburger Henkers vier Antifaschisten köpfte, gestaltet Zweig ein scharfsichtiges Panorama Nazideutschlands in den Jahren 1936/37.\n\nEin Projekt des Literaturforums im Brecht-Haus mit dem Arbeitskreis Politische Ästhetiken.
Das erwartet dich
Eher nichts für dich, wenn: du dich für leichte Unterhaltung interessierst
In der dayt-App hast du dieses Event auf der Karte, in deiner Merkliste und mit Deals in der Nähe.
Dein Event? Übernimm es kostenlos · Fehler melden · Event vorschlagen
Enthält KI-generierte Texte

















