


Toshiki Okada inszeniert erstmals an der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz. Das Stück setzt sich mit den Ängsten und der Hoffnungslosigkeit einer Gesellschaft auseinander, in der finanzielle Not existenziell bedrohlich wird. Der japanische Theatermacher untersucht die Verknüpfung von privatem Schicksal und politischen Rahmenbedingungen. Dabei stehen die Körper der Darsteller im Fokus, die ein eigenwilliges Bewegungsrepertoire entwickeln. Die Inszenierung bleibt in ihrer Form reflektierend und eindringlich. Sie richtet den Blick auf die Mechanismen, die bestimmen, wer in der Gegenwart bestehen kann und wer nicht.
Der japanische Theatermacher Toshiki Okada ist bekannt für ebenso hellsichtige wie komische Stücke, die soziale Probleme der japanischen Gegenwartsgesellschaft unter die Lupe nehmen. Seine erste Inszenierung an der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz handelt über zwanzig Jahre nach seinem Durchbruch erneut von persönlichen Ängsten und politischer Hoffnungslosigkeit: Wer nicht genug Geld zum Leben hat, muss eben früh sterben. In Okadas Inszenierungen entwickeln die Körper auf der Bühne ein eigentümlich-faszinierendes Bewegungsrepertoire.
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