


Die Philharmonie Berlin widmet sich einem monumentalen Programm. Der Abend beginnt mit dem Tristan-Vorspiel von Richard Wagner, das als Ausgangspunkt der musikalischen Moderne gilt. Im Anschluss erklingt die Turangalîla-Sinfonie von Olivier Messiaen. Das Werk für großes Orchester, Klavier und Ondes Martenot verbindet Sanskrit-Wurzeln mit einer komplexen, raumgreifenden Klangsprache. Das Setting im Großen Saal bietet den nötigen Raum für diese erhabene Musik. Wer transzendente Klangwelten sucht, findet hier die entsprechende Bühne.
Richard Wagner (1813 – 1883): Vorspiel aus Tristan und Isolde\n\nOlivier Messiaen (1908 – 1992): Turangalîla, Sinfonie für großes Orchester, Klavier und Ondes Martenot\n\nIn jenem unaufgelöst auseinanderdriftenden Tristan-Akkord soll der Schlüssel zur musikalischen Moderne liegen: Richard Wagners epochales Musikdrama Tristan und Isolde greift die Idee unstillbaren Verlangens aus dem hochmittelalterlichen Codex Menasse auf – und treibt sie ins Transzendentale. Turangalîla, zentraler Teil von Messiaens Tristan-Trilogie, ist ein Neologismus aus dem Sanskrit und verbindet «turanga» – die Zeit, die rennt wie ein galoppierendes Pferd – mit «lîla», dem kosmischen Spiel.
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