


Das Konzerthaus Berlin widmet sich den Lebenswegen zweier Komponisten, deren Karrieren durch Verfolgung und Flucht gezeichnet waren. Gustav Lewin und Lev Abeliovich stehen stellvertretend für künstlerische Stimmen, die im 20. Jahrhundert systematisch unterdrückt wurden. Der Abend verknüpft Musik mit historischer Einordnung. Es geht um die Isolation Lewins im NS-Deutschland und die Flucht Abeliovichs vor den deutschen Truppen in die Sowjetunion. Bar Zemach am Horn und Jascha Mentsov am Klavier interpretieren die Werke. Die Kombination aus Konzert und Gespräch thematisiert die Zerstörung von Lebenswegen und das Fortbestehen musikalischer Zeugnisse trotz widrigster Umstände.
Das Gesprächskonzert erinnert an zwei Komponisten aus unterschiedlichem Umfeld und mit ganz unterschiedlichen musikalischen Handschriften. Gustav Lewin (1869–1938) wurde im NS-Deutschland ausgegrenzt, entrechtet und in die Isolation getrieben, die ihn schließlich in den Freitod führte. Lev Abeliovich (1912–1985) musste als Jude aus Polen vor den deutschen Truppen in die Sowjetunion fliehen. Ihre Werke stehen für zerstörte Lebenswege und Verlust, aber auch für das Fortbestehen künstlerischer Stimmen trotz Verfolgung. Es spielen Hornist Bar Zemach und Pianist Jascha Mentsov.
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