


Ein US-Marineoffizier heiratet eine junge Geisha, ohne die Absicht, die Verbindung dauerhaft zu halten. Während er sein Leben fortsetzt, wartet sie jahrelang in der Hoffnung auf seine Rückkehr auf ihn. Die Geschichte mündet in eine Katastrophe, als die Realität der Trennung und die Ankunft seiner neuen Ehefrau die Protagonistin einholen. Es ist eine Erzählung über kulturelle Missverständnisse und die Konsequenzen einseitiger Hingabe. Eike Gramss setzt den Stoff in einer japanisch geprägten Ästhetik um. Puccinis Partitur integriert dabei japanische Melodien und eine präzise Instrumentierung, um die ergreifende Stimmung der Tragödie zu unterstreichen.
Lieutenant Pinkerton hat sich in Geisha Cio-Cio-San, genannt Madame Butterfly, verliebt und will sie nach japanischer Sitte heiraten, ohne damit eine dauerhafte Verbindung eingehen zu wollen. Butterfly liebt Pinkerton jedoch wirklich und bekommt ein Kind von ihm. Vergeblich wartet sie jahrelang auf die Rückkehr des Lieutenants. Als Pinkerton dann mit seiner neuen amerikanischen Ehefrau zurückkommt, um das Kind abzuholen, erdolcht sich Butterfly. Madama Butterfly geht auf eine Novelle zurück, die angeblich eine wahre Begebenheit schildert. Giacomo Puccini studierte Quellen zur Musik Japans, baute originale Melodien ein und ließ sich zu einer raffinierten Instrumentation und besonderen Klangfarben inspirieren. Eike Gramss’ Inszenierung zeigt behutsam das Aufeinandertreffen zweier Kulturen in einer schillernden japanischen Welt.
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