


Jörg Hartmann widmet sich in Der Lärm des Lebens der eigenen Geschichte. Er verwebt die Erlebnisse seiner Eltern und Großeltern zu einer Erzählung über Herkunft und den Ruhrpott. Dabei schlägt er den Bogen von den Erfahrungen seiner gehörlosen Großeltern bis hin zu den prägenden Momenten seiner eigenen Laufbahn. Der Abend im Schlosspark Theater balanciert zwischen Komik und Tragik. Hartmann betrachtet die Demenzerkrankung seines Vaters genauso wie die skurrilen Episoden einer Großfamilie. Es ist eine Auseinandersetzung mit dem Kreislauf des Lebens und der Frage, warum wir immer wieder zu unseren Wurzeln zurückkehren. Als Schauspieler bringt Hartmann einen eigenen Erzählton auf die Bühne. Er reflektiert über das Werden und Vergehen und zeichnet nebenbei ein Bild der deutschen Mentalität. Die Lesung ist eine persönliche Bestandsaufnahme über den Wunsch, auszubrechen und doch anzukommen.
Jörg Hartmann „Der Lärm des Lebens“ In «Der Lärm des Lebens» erzählt Jörg Hartmann auf hinreißende Weise seine Geschichte und die seiner Eltern und Großeltern. Es ist eine Liebeserklärung an die Kraft der Familie und an den Ruhrpott. Ob es um die Situation seiner gehörlosen Großeltern im Nationalsozialismus geht, die Lebensklugheit seiner Mutter, die für kurze Zeit eine Pommesbude betrieb, die Demenzerkrankung seines Vaters, der Dreher und leidenschaftlicher Handballer war, die vielen skurrilen Erlebnisse in der Großfamilie oder um Schlüsselbegegnungen, die er als Schauspieler hatte - immer hält Hartmann die Balance zwischen Tragik und Komik. Er hat dabei einen kraftvollen Erzählton persönlich, berührend, humorvoll. Und fragt: Warum kehren wir immer wieder zu unseren Wurzeln zurück? Es geht Hartmann darum, den Kreislauf des Lebens zu fassen: Eltern und Kinder, Anfang und Ende, Aufbruch und Ankunft, Werden und Vergehen eben alles, was zum geliebten Lärm des Lebens gehört. Ein weises, geschichtenpralles Buch über Herkunft und Heimat und den Wunsch, sich davon zu lösen und in die Welt zu ziehen. Eine Éducation sentimentale und, wie nebenbei, eine Mentalitätsgeschichte der Bundesrepublik. Jörg Hartmann gehört zu den bedeutendsten deutschen Charakterdarstellern. 1969 geboren, wuchs er in Herdecke, im Ruhrpott, auf. Nach seiner Schauspielausbildung und verschiedenen Theaterengagements wurde er 1999 Ensemblemitglied der Berliner Schaubühne. Fernsehproduktionen wie «Weissensee» oder der Dortmund-Tatort, in dem er Kommissar Faber spielt, machten ihn einem breiten Publikum bekannt; im Kino war er etwa in «Wilde Maus»oder zuletzt in «Sonne und Beton» zu sehen. Jörg Hartmann wurde vielfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Deutschen Fernsehpreis, der Goldenen Kamera und dem Grimme-Preis. Für den Tatort «Du bleibst hier» (2023) schrieb er das Drehbuch. Er hat drei Kinder und lebt mit seiner Familie in Potsdam.
Das erwartet dich
Eher nichts für dich, wenn: du eine rein fiktive Handlung ohne biografischen Bezug erwartest
In der dayt-App hast du dieses Event auf der Karte, in deiner Merkliste und mit Deals in der Nähe.
Dein Event? Übernimm es kostenlos · Fehler melden · Event vorschlagen
Enthält KI-generierte Texte

















