


Der NoonSong widmet sich der Vokalmusik der Renaissance. In der Kirche am Hohenzollernplatz erklingen Werke, die in dieser Zusammenstellung selten zu hören sind. Orlando di Lasso verbindet gregorianischen Choral mit polyphoner Satzkunst. Krystof Harant und Heinrich Schütz ergänzen das Programm mit Kompositionen, die den Übergang zur barocken Dramatik markieren. Die Atmosphäre ist kontemplativ und ehrfürchtig. Das Format bietet einen ruhigen Rahmen für die Auseinandersetzung mit historischer Musik.
Im heutigen NoonSong erklingen drei wunderbare Werke der Alten Musik, die außerhalb dieses Formats nur selten zu hören sind. Zu hören ist eine der 104 überlieferten Magnificat-Kompositionen des Münchener Großmeisters der katholischen Musik, Orlando di Lasso, der den gregorianischen Choral und die Polyphonie der Renaissance perfekt verbindet. Der weitgereiste böhmische Adlige und Komponist Krystof Harant steht in derselben Tradition. Er konvertierte später zum Protestantismus und büßte dafür mit seinem Leben. Heinrich Schütz wiederum verband in seinen Werken die polyphone Satzkunst der Renaissance mit der Dramatik und Deklamatorik der modernen Barockmusik.
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