
YESTERYEAR by Caro Claire Burke
Eine Instagram-Tradwife findet sich plötzlich in der echten Pionierzeit wieder. Die romantische Fassade ihrer sozialen Medien kollidiert hart mit der Realität des 19. Jahrhunderts. Das Buch dekonstruiert den Wunsch nach Unterordnung und traditionellen Werten mit einer ordentlichen Portion Sarkasmus. Die Handlung setzt dort an, wo die digitale Selbstinszenierung endet. Es geht um den Kontrast zwischen dem Trend zur vorgetäuschten Häuslichkeit und den tatsächlichen Bedingungen eines Lebens ohne moderne Annehmlichkeiten. Die Autorin nutzt die Prämisse für eine gesellschaftskritische Bestandsaufnahme. Wer sich für die Mechanismen hinter aktuellen Online-Phänomenen interessiert, findet hier eine Reflexion über die Sehnsucht nach einer imaginierten Vergangenheit. Das Werk hinterfragt, warum die Rückkehr in vermeintlich einfachere Zeiten für manche so erstrebenswert erscheint.
Guardian writes about the novel: „Could Caro Claire Burke’s Yesteryear be the first great tradwife novel? This was my hope: finally, a literary response to the unhinged social trend of women cosplaying “traditional Christian values” – pronatalism and obeying one’s husband – to large social media followings. I am not immune to hype, and Yesteryear has been hyped to high heaven, prompting massive auctions for the rights, and landing a film deal with Anne Hathaway. You have to admit that the premise – Instagram tradwife wakes up in what appear to be the actual pioneer days, and finds that traditional wifedom is not as much of a hoot as her whitewashed social media re-enactment had implied – is genius. As one of the “Angry Women” our heroine Natalie so disparages, I was looking forward to some sweet schadenfreude.“ So let‘s enjoy the schadenfreude together or bemoan all the stuff that is missing from the book.
- Wann
- Mo., 12. Okt. · 19:00 – Mo., 12. Okt., 20:00
- Wo
- Berlin
- Eintritt
- Preis beim Anbieter
Gut zu wissen
Das erwartet dich
- Sarkastische Auseinandersetzung mit dem Tradwife-Trend
- Gesellschaftskritische Reflexion über Online-Inszenierung
- Literarische Analyse moderner Rollenbilder
Eher nichts für dich, wenn: du dich lieber von unkritischen Wohlfühlromanen unterhalten lässt
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