


Das Museum für Fotografie am Bahnhof Zoo ordnet seine Räume neu. Die langjährige Präsentation von Helmut Newtons Werk weicht einer filmischen Auseinandersetzung mit seinem Schaffen. Acht Projektoren bespielen vier Leinwände mit einem Endlos-Loop. Neben einem Filmporträt sind erstmals Interviews mit Zeitzeugen und Weggefährten aus Newtons Umfeld zu sehen. Ergänzend dazu sind Ausstellungsplakate von Newton und Alice Springs zu sehen. Eine lange Vitrine zeigt zudem Mode- und Lifestyle-Magazine aus mehreren Jahrzehnten, die den Wandel des Frauenbildes dokumentieren.
Wer dachte, das Erdgeschoss des Museums für Fotografie am Zoo kenne keine Überraschungen mehr, liegt ab sofort falsch. Nach über zwei Jahrzehnten wird die vertraute Dauerpräsentation Helmut Newton’s Private Property von einem neuen, filmischen Erlebnis abgelöst – und das fühlt sich an wie ein echter Neuanfang. \n Was euch erwartet \n Im Mittelpunkt steht ein atmosphärischer Filmraum: Acht Projektoren bespielen vier großformatige Leinwände mit einem Endlos-Loop über Helmut Newton – sein Werk, seine Persönlichkeit, sein Leben. Die Basis bildet ein Filmporträt, das ursprünglich für eine große Newton-Schau in A Coruña entstand, ergänzt durch bislang unveröffentlichtes Archivmaterial, das zuletzt digitalisiert wurde. \n Zum ersten Mal in Berlin zu sehen: Interviews mit rund einem Dutzend Zeitzeuginnen und Zeitzeugen aus Newtons Umfeld – darunter Kuratoren, Weggefährtinnen und Kritikerinnen. Man kann das Werk des Fotografen in diesem Raum auf eine neue Art kennenlernen, ohne zwingend alles über ihn zu wissen. \n Im hinteren Bereich des Saals hängen weiterhin knapp hundert Ausstellungsplakate – diesmal gemeinsam mit Plakaten aus Alice Springs-Einzelausstellungen. Die 16 Meter lange Wandvitrine darunter zeigt nun Mode- und Lifestyle-Magazine beider Fotografen, von Vogue und Elle über Vanity Fair und Egoïste bis zu Paris Match und The New Yorker . Das langsame Durchschreiten dieser Vitrine ergibt einen eigenen kleinen Streifzug durch die Modefotografie und das sich wandelnde Frauenbild von den späten 1950ern bis ins frühe 21. Jahrhundert. \n Die Wechselausstellungen im ersten Obergeschoss laufen parallel weiter und kontextualisieren zweimal jährlich das Werk beider Fotografen – mal als Einzel-, mal als Gruppenausstellung.
Das erwartet dich
Eher nichts für dich, wenn: du eine rein klassische Bilderausstellung ohne filmische Elemente erwartest
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