


Kadir verlässt nach dem Mauerfall 1989 die Psychiatrie in der DDR. Sein Umfeld begegnet ihm mit Ablehnung, die Ehe steht vor dem Ende. Er sieht keinen anderen Ausweg, als seinen Sohn zu entführen und in Richtung Algerien zu fliehen. Regisseur Uli M Schueppel zeichnet das Bild eines Mannes, der zwischen Opferrolle und Täterschaft feststeckt. Die Kamera begleitet ihn auf einer ziellosen Reise durch ein Deutschland im Umbruch. Das SİNEMA TRANSTOPIA zeigt den Film als Teil einer Auseinandersetzung mit deutscher Zeitgeschichte. Im Anschluss findet ein Gespräch mit Uli M Schueppel und Masha Matzke statt.
Anschließend Gespräch mit Uli M. Schueppel und Masha Matzke statt\n\nAlle Bemühungen von Kadir, sich im Deutschland der Wendezeit ein Leben aufzubauen, werden vereitelt oder enden in Enttäuschung. Kurz nach dem Mauerfall am 9. November 1989 wird er in der DDR aus einem Zwangsaufenthalt in der Psychiatrie entlassen. Seine Mitmenschen begegnen ihm mit Ablehnung, seine Frau will sich scheiden und ihm den Umgang mit dem gemeinsamen Sohn verbieten lassen. In seiner Verzweiflung erscheint ihm eine riskante Entscheidung als einziger Ausweg: Er entführt seinen Sohn und flieht mit ihm in Richtung Algerien. Kadir, der für Regisseur Uli M Schueppel »Opfer und Täter zugleich« ist, reist mehr entwurzelt denn zielgerichtet durch ein im Umbruch verlorenes Deutschland, eingefangen in fesselnder Bildpoesie. Diese Perspektive erwies sich zur Produktionszeit als großes Wagnis, das Schueppel vehement verteidigen musste.
Das erwartet dich
Eher nichts für dich, wenn: du eine leichte Unterhaltung für den Abend suchst
In der dayt-App hast du dieses Event auf der Karte, in deiner Merkliste und mit Deals in der Nähe.
Dein Event? Übernimm es kostenlos · Fehler melden · Event vorschlagen
Enthält KI-generierte Texte





