


Rabenmutter ist ein Vorwurf, der sitzt. Die Kompanie still hungry nimmt diesen Begriff und stellt ihn im Chamäleon Theater auf die Bühne. Lena Ries, Anke van Engelshoven und Romy Seibt setzen sich mit dem Bild der aufopferungsvollen Mutter auseinander. Das Stück ist eine Mischung aus zeitgenössischem Tanz und Performance. Die drei Artistinnen verhandeln die eigene Identität zwischen Ambition und gesellschaftlicher Norm. Es geht um den Widerstand gegen patriarchale Strukturen. Die Inszenierung versteht sich als Punk Pop Ode. Sie richtet sich gegen den Druck einer jugendbesessenen Industrie. Es ist eine klare Absage an das Bild der Frau, die ihre Freiheit für die Rolle als Elternteil aufgibt.
„Rabenmutter!“ – ein Begriff, den eine Mutter als gezischten Kommentar hinter ihrem Rücken fürchtet, bringt die permanente Erwartungshaltung auf den Punkt, als Mutter nur für seine Kinder zu leben. In Raven wehrt sich die Kompanie still hungry gegen die Vorstellung, dass Eltern ihre eigene Identität, Freiheit und Ambitionen opfern müssen, um als „gut“ oder „verantwortungsvoll“ zu gelten.\n\nDie Kreateurinnen und Performerinnen von Raven sind die Berliner Artistinnen und Mütter Lena Ries, Anke van Engelshoven und Romy Seibt. Mit dem Stück haben die drei eine Punk Pop Ode an den Widerstand gegen knarrende patriarchale Strukturen und veraltete gesellschaftliche Normen geschaffen. Raven ist eine Absichtserklärung sich um Verbesserung zu bemühen, eine wütende Weigerung sich nicht von einer jugendbesessenen Industrie in den Hintergrund drängen zu lassen, und ein Liebesbrief an alle Eltern und ihre Kinder.
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