


Das Ukrainian Film Festival Berlin zeigt zwei Dokumentarfilme, die sich mit der Deutungshoheit über Orte befassen. Taras Spivak und Polina Piddubna rücken dabei persönliche Erfahrungen und zwischenmenschliche Beziehungen in den Fokus. Die Filme Under the Sign of the Anchor und My Grandmother Is a Skydiver lösen sich von starren historischen Narrativen. Sie ersetzen offizielle Protokolle durch intime Einblicke in die Erinnerungskultur. Im Anschluss findet eine Podiumsdiskussion statt. Unter der Moderation von Daria Buteiko sprechen die Regisseure gemeinsam mit Susanne Frank und Tereza Hendl über dekoloniale Perspektiven.
Під знаком якоря (Under the Sign of the Anchor) Taras Spivak, Ukraine, 2024, 28 Min., Ukrainisch, Russisch mit englischen Untertiteln\n\nМоя бабуся парашутистка (My Grandmother Is a Skydiver) Polina Piddubna, Deutschland, Ukraine, 2025, 13 Min., Ukrainisch, Baschkirisch, Tadschikisch, Russisch, Tatarisch mit englischen Untertiteln\n\nIm Anschluss Gespräch mit Polina Piddubna, Taras Spivak, Susanne Frank, Tereza Hendl, moderiert von Daria Buteiko\n\nZwei Filme gehen der Frage nach, wer die Geschichte eines Ortes erzählen und prägen darf. Under the Sign of the Anchor wendet sich dem Archivmaterial und den Spuren zu, die Institutionen hinterlassen haben, während My Grandmother Is a Skydiver Geschichte durch Animation, Familiengeschichten und Erinnerungen rekonstruiert, die über Generationen weitergegeben werden. Das anschließende Gespräch widmet sich der Frage, wie koloniale Sichtweisen bis heute die ukrainische Geschichte prägen, welchen Einfluss Geschlecht darauf hat, was sichtbar wird, und wie Film Raum für andere Formen des Erinnerns schaffen kann.
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