


Iván Argote hinterfragt in seiner Ausstellung A Place To Stay historische Erzählungen und Machtstrukturen. Er nutzt dafür Skulpturen, Filme und Interventionen, die sowohl drinnen als auch draußen wirken. Ein Schwerpunkt liegt auf dem Projekt Activissime. Drei Filme dokumentieren dort die langjährige Arbeit des Künstlers mit Kindern, die ihre eigene Stimme und kritisches Denken in Protest-Workshops erproben. Der Ursprung liegt in den Erfahrungen seiner Eltern in Kolumbien. Der Ausstellungsraum dient dabei als Treffpunkt für weitere Workshops. Vor dem Eierhäuschen laden Skulpturen dazu ein, den öffentlichen Raum neu zu betrachten und spielerisch zu nutzen.
Mit seinen Skulpturen, Installationen, Filmen und Interventionen untersucht Iván Argote stets die Beziehungen zwischen Menschen, Machtstrukturen und Glaubenssystemen und hinterfragt vorherrschende historische Erzählungen. Seine oft großformatigen, temporären und permanenten Werke im Außenraum schlagen neue symbolische und politische Nutzungsmöglichkeiten des öffentlichen Raums vor. Mit „Bridges Spreepark“ hat Iván Argote ein Brücken-Ensemble für den künftigen Spreepark entwickelt, dass unerwartete Begegnungen, Nutzungen und Perspektiven ermöglicht. \nDie Ausstellung A Place to Stay stellt mit dem Projekt „Activissime“ die performativ-partizipative Seite von Argotes Schaffen in den Mittelpunkt. Seit mehr als 15 Jahren führt Argote Protest Workshops mit Kindern durch – als Übung in kritischem Denken und zur Stärkung ihrer Stimmen. Drei Filmarbeiten zeichnen die wichtigsten Stationen des Projekts nach und gehen dabei auch auf den Kontext und die Ursprünge des Projekts ein, die auf die aktivistischen Erfahrungen seiner Eltern in Kolumbien in den 1970er Jahren zurückgehen. \nDen Ausstellungsraum hat Argote dazu als einen einladenden Ort zum Wohlfühlen konzipiert, in dem neue Workshops stattfinden können. Skulpturen ermöglichen eine spielerische Erkundung im Außenraum vor dem Eierhäuschen und schlagen nicht nur gedanklich eine Brücke in den Spreepark. A Place to Stay spricht eine Einladung aus, den öffentlichen Raum bewusst wahrzunehmen und für sich einzunehmen.
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