


Zwei Männer, endlose Kälte, ein Messer. Die Lesung im Deutschen Theater greift einen Vorfall aus der Antarktis auf, bei dem ein Streit über den Ausgang eines Buches eskalierte. Es geht um die psychischen Folgen extremer Isolation. Die Grenze zwischen Literaturkonsum und Gewalt verschwimmt in dieser True-Crime-Erzählung. Die Atmosphäre im Saal ist beklemmend. Der Fokus liegt auf der Frage, wie schnell soziale Bindungen unter Druck zerreißen.
„Nervenzusammenbruch in der Antarktis – russischer Forscher sticht Kollegen nieder“ – titelte das Focus-Magazin im Oktober 2018. Beide Männer, Oleg B. und Sergeij S., waren begeisterte Leser, und füllten so die langen Stunden in der antarktischen Einsamkeit. Eines Tages hatte Oleg seinem Kollegen den Ausgang eines Buches verraten, worauf dieser ihn mit einem Messer lebensgefährlich verletzte.
Das erwartet dich
Eher nichts für dich, wenn: du bei Themen wie Gewalt und psychischer Ausnahmesituationen unwohl wirst
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